Sprachstörungen aufgrund einer Behinderung

 Erscheinungsformen

GB Mdchen bunte HndeEine angeborene Behinderung (z. B. Trisomie 21) oder eine erworbene Behinderung nach einem Unfall oder durch eine Krankheit und einer damit einhergehenden Gehirnschädigung kann durch unterschiedliche Störungen und Schweregrade gekennzeichnet sein.

So kann gesamte Sprachsystem betroffen sein, was bedeutet, dass der Betroffene weniger versteht, weniger Wörter und Satzkonstruktionen zur Verfügung hat. (s. auch: Teilweiser oder genereller Sprachverlust (Aphasie)) oder bei noch nicht erfolgtem Spracherwerb kann es große Schwierigkeiten beim Erwerb der Sprache geben.

Beeinträchtigungen in der Artikulation können zu einer undeutlichen und schwer verständlichen Aussprache führen, dadurch ist die Kommunikation im Allgemeinen erschwert, die Äußerung wird nur schwer verstanden.(s. auch: Neurologisch bedingte Aussprachestörungen (Dysarthrie, Sprechapraxie)Alternative Kommunikationsmöglichkeiten, wie z. B. ein Sprachcomputer, können nötig werden.

Auch die Stimme kann beeinträchtigt sein, sodass diese leise und schwach klingen kann oder auch unkontrolliert laut.

Des weiteren können Schluckstörung auftreten, die bei starker Ausprägung adaptive Ernährungsformen, wie z. B. das Andicken von Flüssigkeiten, erfordern.

Lähmungen im Gesichtsbereich können zum einen zu einer veränderten Mimik führen, zum anderen beeinträchtigen sie z. B. den Mundschluss, sodass es zu einem vermehrten Speichelausfluss kommen kann.  


Logopädische Therapie

Die lopädische Therapie bei Menschen mit Behinderungen unterscheidet sich inhaltlich nur graduell von der Therapie mit nicht Behinderten. Die Art der Sprachstörung  bestimmt die Inhalte der Therapie, die dann individuell an das Leistungsvermögen und die Grenzen des Einzelnen angepaßt werden. Oberstes Ziel ist hierbei die Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit auch unter Zuhilfenahme nichtsprachlicher und technischer Hilfsmittel.

Die Arbeit mit Behinderten stellt einen Schwerpunkt unserer Praxis dar. Wir kooperieren mit Einrichtungen der GIB, des Annastiftes und der Lebenshilfe.

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