Sprachverständnisstörung

Bei einer Sprachverständnisstörung kann das Kind gesprochene Sprache nicht altersentsprechend entschlüsseln. Es fällt ihm schwer, einzelne Wörter und Sätze zu verstehen. Meistens ist diese Teil einer generellen verzögerten Sprachentwicklung/Sprachentwicklungsstörung.

Sprachverständnisstörungen kann man nicht direkt beobachten, sondern nur die Reaktion eines Kindes. Nicht selten entwickeln Kinder Strategien um ihre Schwächen zu  verstecken. Dies führt dazu, dass das Sprachverständnisproblem lange Zeit unerkannt bleibt. Vielmehr werden den Kindern Verhaltensprobleme, mangelnde Konzentrationsfähigkeit, niedrige Intelligenz und vieles andere unterstellt.


Mögliche Symptome einer Sprachverständnisstörungen:

  • Keine Reaktion auf Ansprache
  • Geringe Aufmerksamkeit für Sprache
  • Ungenaue / falsche Antworten und Reaktionen
  • Wiederholen von Satzteilen oder Wörtern
  • Reaktion auf eine Aufforderung nur nach zusätzlichen Gesten
  • Kein Interesse an Geschichten
  • Aggressivität, Störverhalten, kaspern oder ständiges Reinreden

Logopädische Therapie

Erstes Ziel dieser Therapie ist, das Kind neugierig auf „Sprache” zu machen und seine Wahrnehmungsfähigkeiten zu verbessern, so dass es in der Lage ist, über alle Sinneskanäle Informationen aufzunehmen und zu speichern.

Inhaltlich erfahren die Kinder viel im handelnden Sprechen, d.h. je nach Alter des Kindes setzen wir therapeutisches Spielen und/oder handlungsorientierte Sprachtherapie ein. Das, was wir sagen, setzen wir in Handlung um und der Handlung geben wir einen Namen. Wir orientieren uns an alltäglichen Handlungen und nutzen alltägliches Spielmaterial (Handpuppen, Kochgeschirr, Bau- und Naturmaterialien, Spiele aus dem Spielwarenhandel).

Methodisch arbeiten wir bei kleinen Kindern nach dem Konzept von Dr. Barbara Zollinger und bei größeren Kindern nach „HOT“ – handlungsorientierter Therapieansatz nach Redemann-Tschaikner. Daneben fließen viele Elemente aus anderen Konzepten und Methoden mit ein.

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